EcoControl Policy zum Umgang mit Coronavirus (COVID-19) bei der Auditplanung

Haltung von EcoControl zu der Problematik Coronavirus (COVID-19); Stand 2020-03-23

Im Ansatz leitet uns Kulanz und wir zeigen auch Verständnis für die jeweilige Situation! Wir werden das Vorgehen immer wieder anpassen an die aktuelle Situation!

Die EcoControl Haltung deckt sich mit der offiziellen Haltung der Aufsichtsbehörden und besagt, dass sich

  1. die Ausbreitung des Virus nicht aufhalten lässt sondern nur verzögern
  2. das Risiko der Ansteckung ist individuell einzustufen und gerade was Audits angeht ist eine Einzelfallentscheidung notwendig.
  3. die Infektionsgefahr durch das Virus wird noch mindestens 1-2 Jahren andauern. Das muss allen beteiligten Unternehmen klar sein und bedeutet, dass eine Verschiebung nicht zwingend das Risiko einer Ansteckung verhindert. Das Risiko der Ansteckung wird in absehbarer Zukunft nicht kleiner sondern eher größer werden.
  4. Durch die Ausgangsbeschränkungen und Schließungen von Hotels sowie eingeschränkter Reisemöglichkeiten werden Vorort Audits bis auf weiteres gegen Dokumentenaudits / Videokonferenzen – Audits ersetzt.

Vorgehen bei Absagen von Auditterminen:

Im persönlichen Kontakt mit der verantwortlichen Person der Firma werden wir telefonisch erläutern, dass und warum man nicht infektiös ist und nur dann ein Audit durchführen wird:

  • keinen Aufenthalt in Risikogebieten,
  • kein Kontakt zu infizierten Personen,
  • keine Symptome in den letzten 14 Tagen

Dürften die NATRUE-Produkte trotzdem ausgeliefert werden, wenn es zu einer Verschiebung eines Erstaudits käme?

Auch Erstaudits können bis auf weiteres als Remote Audits (s.o.) durchgeführt werden.

Konsequenzen bei ausfallendem Audit

Aktuell keine, wenn ein Remote Audit stattfindet.


Das neue Rohstoffanerkennungssystem von NATRUE

NATRUE, der Verband für Naturkosmetikzertifizierung hat in seiner neuen Standard Version die Anforderung, dass alle in NATRUE Kosmetika eingesetzten Rohstoffe über einen Zertifizierer anerkannt und bestätigt / zertifiziert werden müssen, um in NATRUE Kosmetika einsetzbar zu sein. Dies soll in einer Übergangsphase bis Januar 2022 geschehen. Im Einzelnen bedeutet dies:

  • Hersteller von Rohstoffen für Produzenten von NATRUE zertifizierten Produkten müssen sich für einen NATRUE anerkannte Zertifizierungstelle entscheiden, um ihre Produkte anerkennen zulassen
  • Der Vorteil ist, dass jeder Rohstoff nur einmal von einer Zertifizierungsstelle bewertet wird und dann im NATRUE Intranet für alle NATRUE Zertifizierungstellen und zertifizierte Hersteller als konform sichtbar ist

Es gibt keine Vorortaudits, sondern nur wie bisher eine Dokumentenprüfung, außer wenn zertifizierte Bio-Rohstoffe weiterverarbeitet werden und nicht mehr im anerkannten Zertifizierungssystem sind. Hier kooperieren wir möglichst mit den Kontrollstellen für Lebensmittel-bio.